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El Chorro ist vor allem bekannt wegen der "Garganta del Chorro", einer eindrucksvollen Schlucht. Clou
ist eine verwegene Steiganlage durch die Schlucht, der "Caminito del Rey". Dieser wurde Anfang des
20. Jhdts. beim Bau der Staumauer angelegt, um die Arbeiter besser versorgen zu können. Inzwischen
ist der Weg leider arg verfallen und nicht mehr begehbar. Mann kann trotzdem in die Schlucht gelangen,
in dem man einfach der gleich daneben liegenden Bahnstrecke folgt. Man geht auf den Gleisen durch
einige Tunnels. Die Strecke ist aber noch in Betrieb, so ca. alle halbe Stunde rauscht ein Zug über
die Gleise, jedoch sind die Tunnels und Brücken meist breit genug, um rechtzeitig ausweichen zu
können. Von den Gleisen hat man zwischendurch immer wieder einen atmenberaubenden Blick in die
Tiefe der Schlucht. Gleich gegenüber klebt der Caminito an der senkrechten Felswand.
Ganz nebenbei ist die Garganta und Umgebung das größte Sportklettergebiet in Spanien. Es gibt über
500 Routen auf 30 Sektoren verteilt.
Gleich am Stausee gibt es in El Chorro einen sehr schönen Campingplatz.
Infos zum Klettern:
Man gelangt zu den Sektoren in dem man von Bahnhof den Gleisen folgt. Zu den Routen in der Schlucht
muß man durch diverse Tunnels und über Brücken laufen. Was bei einem Frontalaufprall mit einem
entgegenkommenden Zug passiert, darf sich jeder selber ausmalen.
Die Absicherung ist meist recht gut, Klemmkeile schaden aber nicht. Die Routen sind äußerst streng
bewertet. Die Umlenkpunkte sind meist recht hoch, ein 60 m Seil ist von Vorteil.
Vor Ort gibt es einen Shop, in dem Kletterzubehör, sowie Topos gekauft werden können.
Oberhalb der gleichnamigen Ortschaft gibt es einen schönen Kletterfelsen mit tollen Blick aufs
Meer. Nur die nahe Autobahn stört ein bißchen. Von Malaga sind es nur wenige Kilometer bis hierher.
Leider sind die Übernachtungsmöglichkeiten in Moral etwas dünn gesät.
Um zu den Felsen zu gelangen muß bei einem Steinbruch (Abfahrt La Arana) die Autobahn verlassen.
Je nachdem aus wechler Richtung man kommt, noch unter der Autobahn hindurch, vor der Steinbrucheinfahrt
rechts und nach wenigen Metern sehr steil nach links in Kehren zu zwei Häusern hoch. Nun auf
gutem Pfad in nördlicher Richtung zum Felsen. Die Routen sind optimal abgesichert und
einigermaßen realistisch bewertet.
Weitere Infos:
Es gibt in Buchform einen deutschen Kletterführer, der alle wichtigsten Gebiete in Spanien beschreibt und
weitergehende Informationen enthält. Leider ist mir der Titel entfallen ...