Home

Berge

Zurück zur Kungsleden-Übersicht?

Tjäktja-Viewpoint Sälka II Kebnekaise Skierffe Fagernestoppen

Tour 26 1320 m Tjäktja-Viewpoint Abisko / Schweden Trekking M 26.07.00    

Im Rahmen meiner Kungsleden-Wanderung im Juli 2000 von Abisko bis Kvikkjokk habe ich auch ein paar Bergerl gemacht. Der Erste war eigentlich kein richtiger eigenständiger Berg, sondern mehr eine Kanzel vor einem größeren. Aber bei dem Anmarschweg und der Aussicht kommt er in die Wertung. Namen hat er keinen, ich nenne ihn deshalb Tjäktja-Viewpoint. Liegen tut er am Tjäktjapaß, mit ca. 1100 m die höchste Stelle am gesamten Kungsleden. Bei der Hütte auf Paßhöhe habe ich mein Zelt aufgeschlagen und in einer abendlichen Aktion noch die 200 m bis zum nächsten höchsten Punkt erklommen. Was für eine Aussicht! Der ganze weitere Wanderweg für die nächsten Tage, sprich das Tjäktja-Tal lag zu meinen Füßen und das bei bestem Wetter. Die Sicht war grenzenlos! Siehe auch Bericht.

Tjäkta-Viewpoint

Tour 27 1506 m Sälka II Abisko / Schweden Trekking M 27.07.00    

4. Tagesetappe Auch den Namen von diesen Berg konnte ich nicht herausfinden. Er ist von der Sälka-Hütte ganz gut zu erreichen. Geplant war eigentlich der Sälka. Mit 1806 m und zwei Gletschern ein richtig zünftiges Bergerl. Ich hatte mir auf der Karte einen Weg ausgesucht, der zwischen den zwei Gletschern hochging. Also brachte ich mein Zelt in Stellung und legte los. Am Fuße des ersten Gletschers mußte ich dann feststellen, daß ein Schneefeld meinen Aufstiegsweg bedeckte und ich nicht sehen konnte, wo der Gletscher anfängt, zudem hing eine riesige Schneewächte über meinen Aufstiegsweg. Also mußte ein Alternativziel her, daß war aber schnell gefunden. Die ganze Zeit beim Aufstieg und vom Tal aus hatte man eine Riesenwand vor Augen, allein nicht zu durchsteigen. Jedoch war der dazugehörige Gipfel relativ leicht über den Nord-Ost-Grat zu erreichen, der eine regelrechte Rampe zum Gipfel bildet. Der Aufstieg ging über Schnee- und Geröllfelder. Am Gipfel tauchte plötzlich ein Rentier auf, daß sich aber schnell verzog. Beim Abstieg kam ich mal bis auf 30 m ran. Oben angekommen eine Aussicht, pah! Der Sälka und zum erstenmal auch der Kebnekaise waren zu sehen, dazu die grenzenlose Wildnis Nordskandinaviens. Der Sälka zwo macht von oben gesehen eher einen friedlichen Eindruck, die Ostwand hat es aber in sich.
Von oben konnte ich auch sehen, daß mein geplanter Aufstiegsweg zum Sälka wohl doch möglich gewesen wäre. Auch eine Überschreitung vom jetzigen Standpunkt war drin, doch war ich dazu zu müde. Hätte ich als Route das zweite Tal Richtung Süden gewählt und nicht das erste, wäre die Besteigung des Sälka kein Problem gewesen. Siehe auch Bericht.

In der Mitte der Sälka 2

Tour 28 2111 m Kebnekaise Abisko / Schweden Trekking M 29.07.00    

Kebnekaise Der Kebnekaise ist der höchste Berg Schwedens und war das eigentliche Ziel meiner Kungsleden-Wanderung. Ich wählte eine Aufstiegsroute direkt vom Kungsleden aus, durch ein langgestrecktes Tal. Was soll ich sagen, der Kebnekaise ist ein Schutthaufen ohne Gleichen, von oben bis unten machen riesige Steinblöcke das Vorwärtskommen zu einer Tortur. Wenig interessant also, bis auf die Aussicht. Der Anmarsch zu diesem Berg hatte auch seine Spuren hinterlassen, ganz so fit wie am Anfang des Trekks war ich nicht mehr.
Der Clou am Kebnekaise ist der Gipfel, eine 50m hohe Eispyramide. Sehr steil mit Blankeis. Den ganzen Weg durch Schweden hatte ich meine Steigeisen dabei, jetzt da ich sie verwenden hätte können, war ich zu faul, sie auch anzuziehen. Ein schwerer Fehler. Der Gipfel bietet Platz für drei Leute, ein messerscharfer Grat führt zur Nordspitze. Der war mir aber zu gefährlich. Die Aussicht war wieder mal der Wahnsinn. Überall Gletscher, man konnte in einige tiefe Bergschründe hineinsehen, in der Nord-Ost-Flanke waren einige Bergsteiger unterwegs. Eine interessante Eisfläche mit ca.70° Neigung.
Beim Abstieg vom Gipfel bin ich dann prompt ausgerutscht und zog mir einige Hautabschürfungen an den Händen zu. Aber man weiß sich ja zu helfen. Leid tun mir die Leute, die den Normalweg als Aufstiegsvariante wählen, der beinhaltet einen Gegenanstieg von ca. 200m Höhe über einen eigenständigen Gipfel hinweg. Kein Schmankerl bei dem Geröll. Dazwischen liegt ein Sattel, bei dem sich mein Weg und der Normalweg treffen.
Als Abstiegsvariante wählte ich den Westgrat. Geröll ohne Ende, jedoch haufenweise interessante Ausblicke. Z. B. die Gletscherzunge des Rabotsgletschers, sowie den gegenüberliegenden Sälka samt Gletscher. Siehe auch Bericht.

Gipfeleis

Tour 29 1179 m Skierffe Sarek / Schweden Trekking M 03.08.00    

11. Tagesetappe Der Skierffe ist eigentlich mehr unter dem Namen Sarekportal bekannt, da er eine imposante Wand hat, die senkrecht zum Rappadalen-Delta abfällt, dem Eingang zum Sarek-Nationalpark. Er ist leicht von Aktse aus zu erreichen, welches am Kungsleden liegt. Die Südwand bietet 600 m Fels, von allerdings sehr zweifelhafter Qualität. Sehr brüchig, wie alles im Fjäll. Vom Gipfel aus konnte man im Tal häusergroße Felsbrocken sehen, die aus der Wand gestürzt waren. Die Sicht auf das Delta und die Gletscherberge des Sarek ist ohne gleichen. Die Besteigung, eine spontane Aktion aufgrund der imposanten Gestalt hat sich voll gelohnt. Siehe auch Bericht.

Skierffe

Tour 30 1272 m Fagernestoppen Narvik / Norwegen Wandern L 07.08.00    

Nach meiner Kungsleden-Wanderung wollte ich noch auf die Lofoten und weilte für einen Nachmittag in Narvik. Was tun? Museum oder örtlicher Aussichtsberg? Natürlich Berg. Der ist im Winter ein Skigebiet, eine Gondel geht bis auf 672 m. Von Meereshöhe versteht sich, Narvik ist eine Hafenstadt. Die Gondel habe ich dann auch benützt. Auf der Bergstation konnte ich dann allerdings nicht mehr widerstehen und stieg immer höher, bis ich endlich auf dem höchsten Punkt stand. Der Weg ging über Platten und war nicht sehr schwierig.
Narvik hat einfach eine unglaubliche Lage. Fjorde und so markante Kletterberge, wie ich sie so noch nirgends gesehen habe. Der Abstieg war so, als ob man direkt ins Meer eintaucht. Dazu die tiefstehende Sonne. Grandios!
Man stelle sich vor man steigt nach der Arbeit eben mal schnell auf einen Berg, so als Zeitvertreib. In Narvik kein Problem, liegt alles vor der Haustür. Siehe auch Bericht.

Blick vom Fagernestoppen