| Tour | 24 | 2098 m | Großes Grundübelhorn, Südkante | Berchtesgadener Alpen | Klettern | 5- | 17.6.-19.6.01 |
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Titel: |
Ein mit Klettern vollständig ausgefüllter Tag. |
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Ausgangspunkt: |
Hintersee (803 m) |
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Anfahrt von München: |
Zu erreichen über Bad Reichenhall und Unterjettenberg |
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Zustieg: |
Den Weg zur Traunsteiner Hütte (Böslsteig) folgen. Den vierten Pfad nach links benützen und über steile Serpentinen hinauf in den Sattel zwischen Teufelskopf (1330 m) und Knittelhorn. Von hier auf Pfad westlich queren bis zum Fuß der Südkante. Der Einstieg befindet sich knapp rechts der Gedenktafel am Kantenfuß. 2.5 h vom Parkplatz in Hintersee. |
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Route: |
Feichtner, Langthaler, 1913. Südlich vom Hauptgipel des Großen Grundübelhorns befindet sich ein Vorgipfel. Über dessen Südkante verläuft die Führe. Vom Vorgipfel am Grat entlang zum Hauptgipfel. |
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Charakter: |
Guter Fels. Eine Stelle V-A0, eine Stelle V-. Meist III / IV. Reine Kletterlänge ohne Grat ca. 550m. SH und ZH weitgehend vorhanden. Zu beachten ist der langwierige Abstieg. |
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Hütten: |
Kein Stützpunkt vorhanden. |
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Abstieg: |
Abstieg vom Gipfel in östlicher Richtung hinab in die Scharte vor dem Kleinen Grundübelhorn. Über III-Gelände hinab in ein großes Kar. Von dort über Steigspuren nördlich unter dem Knittelhorn bis zu einem Klettersteig. Über diesen wieder zurück auf den Böslsteig. Ca. 4 h. |
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Karte: |
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Führer: |
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Link: |
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Bergspezln: |
Etienne Riolott, Andreas Knäbchen, Jens Vorwerk |
Dann standen wir auf dem ersten Pfeilerkopf. Laut Buch wäre jetzt ein
Spreizschritt über 1.5 m fällig gewesen. Wahnsinn! Also konventionell. Andreas
musste ziemlich lange rumprobieren, bis er die Stelle gemeistert hatte. Im
Nachstieg ging es natürlich easy. Womit wir auf dem zweiten
Pfeilerkopf standen. Zuerst dachte ich, von hier kommen wir nie weg, jedoch war
15 m weiter unten ein Sattel zum dritten Pfeilerkopf. Mittlerweile war es 17
Uhr und wir hätten schon längst den Gipfel erreichen sollen. Jedoch gingen die
Probleme jetzt erst los und ich war mit meinen Nerven ziemlich am Ende. Drei
Varianten gab es zum dritten Pfeilerkopf. Alle mit IV angegeben. Deutlich
unterbewertet. Zwei davon versuchte Andreas, keine Chance! Also runter zu
Variante a. Ca. 20 m Abstieg an einem Band mit 300 m Luft unter den Füßen, dann
wieder einen Kamin hoch. Die letzten zwei Seillängen! Die hielten uns jedoch
noch mal ziemlich auf. Der Übergang vom Standplatz in die letzte Seillänge sah
ziemlich schwierig aus, was er aber nicht war. Jens und Etienne versuchten ihre
eigene Route, ich und Andreas kamen relativ einfach durch diese Seillänge.
Mittlerweile war es 20.30 Uhr. Laut Buch noch eine halbe Stunde zum Gipfel.
Nach einer Stunde hatten wir gerade mal den Vorgipfel durch II-Gelände
erreicht. Weitergehen war jetzt aufgrund der einsetzenden Dunkelheit unmöglich.
Also musste ein Notbiwak her. Ein 2-Mann-Biwaksack, eine Rettungsdecke, 0.5l
Wasser, 8 Müsliriegel, 4 Bonbons, 3 Scheiben Brot, 200g Käse, 2 Tafeln
Schokolade. Nicht sehr viel für vier Leute. Ich und Andreas teilten uns den
Biwaksack. An Schlafen war nicht zu denken. Es war einfach zu kalt. Toll jedoch
der Mondaufgang über dem Hochkalter.