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Wandern im Grenzgebiet Nationalpark Bayerischer Wald, auf den Spuren von Holzfällern, Schmugglern und Grenzschützern.
| Fakten | |
|---|---|
| Ausgangspunkt: | Finsterau, Parkplatz Wistlberg (1060m) |
| Höhenmeter: | 420Hm |
| Zeit / Strecke: | 4h, 12km |
| Markierung: | Weitgehend vorhanden, aber die vorgestellte Runde ist als solche nicht ausgeschildert |
| Anforderung: | Nur beim Anstieg zum Siebensteinkopf steilere Wege, sonst problemlos |
| Besonderheit: | Wildnis im Grenzgebiet zwischen Bayern und Tschechien |
GPS
Dynamische Kartenansicht (benötigt Javascript)20260628_Siebensteinkopf.gpx (Download GPX-Datei)
Ausgangspunkt
Finsterau, Parkplatz Wistlberg (1060m)Am obersten Ende von Finsterau so ziemlich im hintersten Winkel des Bayerischen Waldes, erreichbar über die Nationalparkstraße von Spiegelau. Parken am Eingang zum Nationalpark. Von hier kann man auch noch mit dem Wanderbus weiter in den Park hineinfahren, so man das will.
Navi: Finsterau, Waldstraße
Stützpunkt
Am Parkplatz Wistlberg gibt es einen Campingplatz, sowie das Café Wistlberg.
Route
Vom Parkplatz kurz neben der Straße in den Park hinein, sehr bald aber rechts und der Beschilderung zum Finsterauer Filz folgen. Das ist ein Hochmoor, durch welches ein Bohlenweg führt. Am anderen Ende auf einem Forstweg rechts dem Schild Teufelsbachklause folgen. An der nächsten Kreuzung links und dann wieder rechts. Gleich darauf links dem Fußweg am Schwellgraben entlang zur Teufelsbachklause. Das ist ein kleiner aufgestauter, nunja, eher Tümpel als See.Nun links aufwärts den Schildern zum Grenzübergang bei Bučina folgen. Von dort links die Straße hoch, dann bei den Schildern rechts in den Wald hoch zum Siebensteinkopf. Jenseits den Pfad wieder hinab zum Grenzsteig, an diesem kurz links, dann geht es wieder links hinab zur Reschenbachklause. Wiederum ein aufgestauter See, dieses Mal doch recht groß. Von hier nun rechts am Bach entlang hinab zur "Alten Klause". Über eine Brücke und dann gleich wieder links, so dass man rechts vom Bach in das Tal absteigt. Bei der "Schwelle" erreicht man eine Straße, diese aufwärts zum Freilichtmuseum Finsterau.
Gegenüber vom Museum führt ein recht obskurer und schon ziemlich verwachsener Weg mit "Kunst am Granit", auch "Jugendsteig" genannt, in Serpentinen hoch. Wo man einen breiteren Forstweg erreicht, links und dann rechts den Schildern folgen zum Wistlberg. Damit gelangt man wieder zum Ausgangspunkt.
Charakter
Die Runde bietet jetzt keine spektakulären Highlights, sondern eher Ruhe und für die Hochlagen des Bayerischen Waldes typische Landschaften. Dabei sticht das Hochmoor "Finsterau Filz" und die Reschenbachklause heraus. Die Wege wechseln, man hat viel Schotterwege, Waldpfade und kurz einen felsigen Gipfelanstieg. An sich aber eine unproblematische Wanderung, sofern man über gewisse Grundfertigkeit in Sachen Orientierung verfügt. Diesen Bereich des Nationalparks kann man auch gut mit dem Fahrrad erkunden.
Ganz hinten im Woid
Der Bayerische Wald ist ja an sich schon abgelegen. Der Landkreis Freyung-Grafenau ist dann quasi nur über kurvige Bergstraßen zu erreichen. Und dort ganz hinten im letzten Eck auf 1000Hm liegt
Finsterau. Hinter dem Lusen, weit weg. Ich glaub, ich war da auch zum ersten Mal.
Ich hatte mir eine Runde ausgeguckt, um die Ecke da hinten mal zu erkunden. Mit dem Finsterauer Filz hat man gleich ein kleines Highlight. Insgesamt wandert man viel durch Kulturgeschichte. Da wäre
der Grenzübergang am eisernen Vorhang. Weiter oben dann die Grenze, die wie eh und je durch Pfosten in 50m Abstand und einer Schneise im Wald gekennzeichnet ist. Daneben dann der Grenzsteig, auf dem
einst die Grenzschützer patrouillierten. Die Holzfäller schließlich haben einige kleine aufgestaute Seen hinterlassen. Die dienten dazu, um beim Öffnen der Schneisen das geschlagene Holz ins Tal
driften zu können. Unter der Reschenbachklause wurde dazu auch noch ein kilometerlanger Kanal angelegt, das muss eine Arbeit über Jahrhunderte gewesen sein.
Mein Hauptziel war der Siebensteinkopf, an sich ein schöner, abgelegener Berg an der Grenze. Viel Aussicht hat man nicht, braucht es aber auch nicht. Mitten im Nationalpark gibt es auch so genug zu
sehen.
Stephan unterwegs am 28.06.2026
Alle Texte und Bilder so nicht anders vermerkt von Stephan Rankl
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