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Gelbe-Wand-Steig auf den Tegelberg und hinab zur Marienbrücke mit Schloß Neuschwanstein
| Fakten | |
|---|---|
| Ausgangspunkt: | Parkplatz Tegelbergbahn (820m) |
| Höhenmeter: | 1050Hm |
| Zeit / Strecke: | 7h, 16.2km |
| Markierung: | Sehr gut |
| Anforderung: | Aufstieg Klettersteig (B), Abstieg T4 |
| Besonderheit: | Rundum Blick auf viele bayerische Highlights |
GPS
Dynamische Kartenansicht (benötigt Javascript)20260926_Branderschrofen.gpx (Download GPX-Datei)
Ausgangspunkt
Parkplatz Tegelbergbahn (820m)Navi: Schwangau, Tegelbergstraße. Gebührenpflichtiger Parkplatz. Alternativ der Münchner Bergbus von Pasing nach Hohenschwangau.
Stützpunkt
Tegelberghaus (1707m)
Route Gelbe-Wand-Steig / Branderschrofen (Klettersteig B)
Vom Parkplatz folgt man der steilen Straße links von der Seilbahn. Dort wo die Straße schließlich einen Bogen nach links macht, folgt man rechts der beschilderten Abzweigung auf einen Schotterweg. Diesen Weg am Bach entlang hoch, bis es rechts auf einen Steig im Wald hochgeht (Beschilderung Gelbe-Wand-Steig). Nun in vielen Serpentinen steil durch den Wald hoch. Vor einer Querung nach links erreicht man den Anseilplatz noch im Wald (großes Schild).Nun nach links queren, über ein plattiges Kar hinweg. Jenseits beginnen die Seilversicherungen. Es geht einige Kurven über plattigen Fels nach oben. Bei einer Querung auf einem Band nach rechts würde links der Tegelbergsteig abzweigen (C). Gerade aus geht es weiter auf dem Gelbe-Wand-Steig. Bald erreicht man eine Seilbrücke, die Schlüsselstelle mit B, man kann sie aber auch ganz einfach unterhalb umgehen.
Danach führt der Weg ohne Versicherungen das Kar hoch. Es folgen einige plattige Stellen die wiederum versichert sind. Danach steigt man zur linken Begrenzungswand mit einer Rastbank. Darüber auch links im Kar geht es weiter hoch, immer wieder sind die Kletterstellen mit Drahtseilen gut versichert. Ganz oben am Sattel quert man schließlich rüber zum Wanderweg zwischen Tegelberg und Neuschwanstein, den man später auch für den Abstieg nutzen kann.
Zunächst geht es aber links hoch und schließlich auf dem Weg von der Rohrkopfhütte rechts hoch zum Tegelberg mit der Seilbahn-Station. Rechts hinter der Bergstation führt ein breiter Weg zu einer Aussichtswiese. Hier kann man den restlichen Weg zum Branderschrofen gut einsehen. Dazu links hoch zum Grat. Rechts vom Grat zum Gipfelaufbau queren. Auf den Grat und schließlich mit Drahtseilversicherung links vom Grat zum Gipfel.
Abstieg zur Marienbrücke / Neuschwanstein (Wandern T4)
Man geht zur Tegelberghütte und dahinter weiter in Richtung Rohrkopfhütte. Nach den Treppen zweigt man links auf den Weg Richtung Hohenschwangau ab. Man quert nun nordseitig des Tegelberggrats mit nur wenig Gefälle. So bald man auf die Südseite wechselt geht es dafür umso steiler in vielen Kurven den lichten Hang hinab. Rechts an der Kante ergeben sich dabei immer wieder Aussichtspunkte auf die Umgebung von Füssen mit den vielen Seen und ja auf Neuschwanstein von oben. In dem Bereich hat es viele Abkürzer und Verhauer. Man muss etwas acht geben, um auf dem richtigen Weg zu bleiben.Schließlich kommt man bei der Marienbrücke raus. Von dort geht es zum Schloß, davor wäre rechts der Weg durch die Pöllatschlucht der kürzeste Weg zurück zur Tegelbergbahn. Dieser Weg ist aber aufgrund von Felssturzgefahr schon seit Jahren gesperrt (2026). Stattdessen muss man also auf dem Anfahrtsweg für Neuschwanstein hinab. Am Sportplatz des Gymnasiums zweigt dann mit Schild ein Weg zurück zur Tegelbergbahn ab. Man wandert wortwörtlich am Alpenrand entlang und erreicht so wieder den Parkplatz.
Charakter
Der Gelbe-Wand-Steig ist der einfachste der drei Klettersteige am Tegelberg. Die schwierigen, v.a. plattigen Stellen sind alle durchgehend mit Drahtseil versichert. Für die Seilbrücke wird man auf alle ein Klettersteigset benötigten. Der Rest ist nicht so schwierig, geht auch gut ohne Ausrüstung, sofern man im Sturzgelände ausreichend Erfahrung hat. Im Zweifel des Klettersteig-Set lieber mitnehmen und einen Helm sowieso.Der Abstieg zur Marienbrücke und Neuschwanstein ist sehr steil und wartet mit ein paar kurzen Klettereien bis I auf. Je näher man dem Schloß kommt, umso voller wird es, das dürfte klar sein.
Wenn wir den Kini nicht gehabt hätten ...
Thorsten wollte mal einen Klettersteig machen, so suchten wir einen einfachen, nicht allzu langen und wurden am Tegelberg fündig. Nicht allzu lang gilt aber nur für den Steig
an sich, weil insgesamt drehten wir schon eine ganz ordentliche Runde.
Dass man an so einen Berg, in so einer Umgebung nicht allein ist, war klar. Die Seilbahnnähe tut ihr übriges dazu. Hinsichtlich Klettersteig zweigten fast links auf den
Tegelbergsteig ab, am Gelbe-Wand-Steig war es vergleichsweise ruhig und entspannt. Kurz nach dem Abzweig wartet auch schon eine Seilbrücke. Kann man auch umgehen, aber so ein
kleiner Adrenalinkick, warum nicht? Ein Seil zum Balancieren, zwei zum Festhalten, eins über dem Kopf zum Sichern. Eine wacklige Geschichte, man bewundert die Zirkusartisten,
welche über sowas ganz ohne Sicherung und Halteseile spazieren.
Danach bleibt man in einem Kar zwischen zwei Felstürmen, viel Gehgelände aber auch immer wieder längere Kraxelpassagen mit Drahtseilen. Am Ausstieg erreicht man schließlich den
Highway hoch zur Tegelberghütte und der Bergstation. Da ist viel los, alle Arten von Ausflüglern versammeln sich hier. Es lockt der nahe Branderschrofen, dessen Gipfel aber
auch nur mit leichter Kletterei am Drahtseil zu haben ist. Am kleinen Gipfel kann es trotzdem eng werden.
Runter wählten wir den steilen Weg nach Hohenschwangau. Sobald man da aus der Querung in der Nordseite auf die Westseite wechselt, wechselt die Szenerie ziemlich abrupt. Hier muss
es ein ziemlich heißes Mikroklima haben, man fühlte sich von der Vegetation her nach Kroatien versetzt. Steil geht es entlang einer Gratkante nach unten. Wagt man sich an diese, kann
man immer wieder einen Blick von oben auf Neuschwanstein erhaschen. Den besten View hat man aber tatsächlich von der Marienbrücke, will man nur schön Fotos vom Schloß machen, reicht also
ein Ausflug zu dieser. Nur muss man sich hier zwischen den vielen Touristen einen guten Fotoplatz erkämpfen. Das Problem hat man oben am Berg nicht.
Die Pöllatschlucht war 2026 immer noch gesperrt. Also mussten wir einmal um das Schloß herum, wobei die Westseite kannte ich noch gar nicht. Unten geht es im Flachen von
Hohenschwangau zurück zur Tegelbergbahn. Schon fantastisch wie abrupt hier die Berge ins Flache übergehen, ein echter "Alpenrand". Kitschige Fotos mit Kühen, Schloß und
Sonnenuntergang ergaben sich auch noch.
Stephan unterwegs mit Betty und Thorsten am 26.09.2026
Alle Texte und Bilder so nicht anders vermerkt von Stephan Rankl
Kommentare zur Tour
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