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Winterklassiker über dem Kochelsee
| Fakten | |
|---|---|
| Ausgangspunkt: | Parkplatz am Jochberg (800m) |
| Zustieg: | 1h |
| Routen: | Mehrere Routenmöglichkeiten |
| Ausrichtung: | Nord |
| Charakter: | Mixed Mehrseillängen |
| Abstieg: | Abseilen oder über dem Gipfel aussteigen |
Ausgangspunkt
Parkplatz am Jochberg (800m).Von Kochel in Richtung Walchensee fahren. Rechts vor der letzten Serpentine eine kleine Parkbucht mit Bushaltestelle, hier befindet sich der Ausgangspunkt. Man kann hier von der Straße recht gut die Nordwand des Jochbergs einsehen.
Stützpunkt
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Zugang
Links neben einer Rinne hoch zur Wand. Dort ziehen mehrere eisgefüllte Rinnen durch die Wand. Von rechts nach links nimmt der Schwierigkeitsgrad zu.
Routen
Wir haben die zweite Rinne von rechts so weit es ging gemacht (WI 3).
Topos
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Charakter
Unbedingt Lawinensituation beachten. Nach Neuschneefällen sehr gefährlich.
Karte
Digitale Karte www.openstreetmap.orgKompass-Karte Nr. 6, "Walchensee, Wallgau - Krün", 1:50000
Weitere Infos
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Premiere am Jochberg
So geschah es, dass ich auch mal die legendäre Jochberg-Nordwand begutachten konnte. In der leichtesten Rinne ganz rechts war
unten kein Eis mehr, also nahmen wir die zweite daneben. Die Lawinensituation war wohl nicht ganz entspannt, da aber der Eisfall
schon abgefegt war, hofften wir, dass das Gröbste schon abgegangen war. Der Einstieg ist relativ human, danach mußten wir uns
durch tiefen Schnee zur ersten ca. 6 m hohen Steilstufe vorkämpfen. Mit Vorstieg war zum Glück Jens an der Reihe. Danach folgte
eine weniger steile Passage und erneutes Gewühle. Wir standen vor einer 3m hohen Felsmauer, der Eisfall war ausgerechnet hier
abgebrochen (siehe Bild). Im leicht überhängenden Fels steckten Bohrhaken. Was folgte, dürfte so ziemlich meine gewagteste Vorstiegsaktion
bis dato gewesen sein. Den Bohrhaken unter der Abbruchkante konnte ich ausgestreckt mit dem Eisgerät erwischen, mich hochziehen
und schon mal eine Expresse einhängen. Danach zog ich mich am Seil hoch. Der Übergang wieder ins Eis war alles andere als
einfach. Irgendwie kam ich trotzdem über die Kante hinweg, vor mir erneut eine steile Eispassage. Also Eisschraube setzen. Meine
Nerven waren mittlerweile ziemlich angespannt. Umso erleichterter war ich, als endlich das Seil in der Expresse hing. Tja, aber
wie immer in solchen Situtation kommt eines zum anderen, kaum bin ich über der Expresse, seh ich, ich hab das Seil mit einer
Schlaufe eingehängt. Also Seil noch mal aushängen und wieder hoch. Dann war auch dies überstanden. Jens kam auch nach. Nur war der Weiterweg
nun vollkommen eisfrei, so dass wir uns entschlossen, abzuseilen.
Stephan unterwegs mit Jens L. am 11.03.2004
Alle Texte und Bilder so nicht anders vermerkt von Stephan Rankl
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