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Der Berg bietet alles. Im Sommer kann man auch gut Sportklettern.
| Fakten | |
|---|---|
| Ausgangspunkt: | Brauneck, Parkplatz Draxlhang (730m) |
| Zustieg: | Viele Wege führen zum Brauneck, zu Fuß 2h (800Hm, 7.5km), mit Seilbahn 1h |
| Routen: | Im Zirkuskessel mehrere Wände, beginnend ab 4 |
| Ausrichtung: | Süd |
| Charakter: | Eingerichtete Sportkletterrouten, kompakter Kalkfels mit viel Botanik |
| Abstieg: | Siehe Zustieg |
Ausgangspunkt
Brauneck, Parkplatz Draxlhang (730m)Navi: Wegscheid, Untermurbach
Stützpunkt
Direkten an den Kletterfelsen Tölzer Hütte (1460m) oder Stie-Alm (1520m) und vermutlich ein halbes Dutzend andere Möglichkeiten.
Zugang
Am schnellsten mit der Seilbahn und dann auf gleicher Höhe zur Tölzer Hütte queren, wo der Zirkuskessel mit den diversen Kletterwänden beginnt.Vom Parkplatz am Draxlhang kann man sich südlich halten und gelangt zum Murbach. Hier beginnt ein Fahrweg "Seufzerweg", der teilweise sehr steil über die Bayernhütte zur Stie-Alm führt, am anderen Ende des Zirkuskessels. Man kommt am unteren Ende des Kessels auf den Weg, welcher die diversen Almen im Gipfelbereich verbindet und hat dann die Wahl. Der "Seufzerweg" dient als Zufahrtsweg für das ganze Hüttenpersonal und ist daher vergleichsweise viel befahren.
Etwas ruhiger ist der Weg über die Kotalm. Man geht am Draxlhang direkt hoch, überquert die erste Piste und folgt dann dem direkt ansteigenden Weg neben einem Bach zur Kotalm. Von dort über die Pisten unter die Gipfelstation der Seilbahn und schließlich zur Tölzer Hütte queren.
Routen
Von der Tölzer Hütte startet der Zirkuskessel und Fußweg quert diesen Kessel bis zur Bergwachthütte aus und man kommt direkt an den verschieden kleinen Wänden vorbei. Die Kapellenwand ist gleich die erste Felswand etwa 10min von der Tölzer Hütte entfernt, hinter einem kleinen Wald.Die Hüttenwand findet sich direkt unterhalb der Tölzer Hütte. Man kommt von links oder rechts unter die Wand, der Zustieg ist aber etwas ruppig.
Topos
Charakter
Beide Routen sind ausreichend mit Bohrhaken abgesichert. Bei der "BW-Route" muss man über die Route abseilen. "Für'n Franz" hat oben einen Umlenker. Beide Routen sind nach Süden ausgerichtet und es kann sehr warm werden. Es wartet neben schönen Kletterstellen auch viel Botanik. Ich fand die Routen eher hart bewertet.
Bergwacht
Wir kamen auf diese Unternehmung, weil ein Arbeitskollege Dienst auf der Bergwachthütte am Brauneck hatte. Mit der Bahn hochfahren wäre jetzt auch irgendwie langweilig gewesen, also
gingen wir einen Weg ziemlich südlich von den direkteren Anstiegswegen. Der "Seufzerweg" ist dann halt auch der Zufahrtsweg für all die Bediensteten auf den diversen Almen und davon
gibt es am Brauneck ja einige. Von daher kamen dann doch ein paar Autos rauf und runter. An sich ist der Weg aber schön, ist halt ein breiter Schotterweg, aber besonders am
Frühlingsende läuft man entlang von prachtvoll blühenden Wiesen.
Nach einem Besuch der Bergwachthütte bei der Stie-Alm entschieden wir uns als erstes für die Kapellenwand und die dortige 2-Seillängen-Tour. Ich glaub letztendlich haben wir in der
zweiten Länge die linke Variante gemacht, wollten aber eigentlich die rechte. Was aber an sich egal ist. Es hat schon einige schöne und doch recht anspruchsvolle Kletterstellen, obwohl
es eigentlich nur ein "Vierer" ist. Schön heiß war es in der Route auch.
Danach ging es an die Hüttenwand unter der Tölzer Hütte. Auch hier wartete eine Vierer-Route. Schon durchgehend schwierig und abdrängend, von daher etwas anstrengend. Mein Bergwachtkollege
leistete uns Gesellschaft. Das Funk war die ganze Zeit an und so bekamen wir die ganzen Einsätze rundherum live mit. "Offener Sprunggelenksbruch mit Fehlstellung am Teufelstättkopf" ...,
"Fahrradsturz 84 Jahre, Abschürfungen, Schulterverletzung, erbitte Helikopter". Schon was los in den bayerischen Bergen an so einem schönen Sonntag. Beim Klettern musste ich aber
da etwas weghören.
Insgesamt war es aber ein angenehmer Tag, lag auch daran, dass wirklich alle so tiefenentspannt waren. Das muss an diesem ersten richtig warmen Frühlingstag gelegen haben. Auch an
der Tölzer Hütte war der Kellner super drauf, das erlebt man in der bayerischen Gastronomie sonst ja quasi nicht.
Wir liefen über die Kotalm runter. Wer mal sehen will, wie die Skipisten ohne Schnee aussehen, sollte mal am Frühlingsende entlang einer Piste runterlaufen. Er/Sie wird positiv
überrascht sein und ein blühendes Wunder erleben. Ein Hoch auf die Biodiversität!
Stephan unterwegs mit Betty am 24.05.2026
Alle Texte und Bilder so nicht anders vermerkt von Stephan Rankl
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