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Flotter, kurviger Abschnitt der Isar von Tölz nach München.
| Fakten | |
|---|---|
| Startpunkt: | Tattenkofener Brücke bei Geretsried |
| Endpunkt: | Marienbrücke bei Puppling |
| Strecke: | 11km |
| Zeit: | 2h |
| Besonderheit: | Flotte Strömung und viele enge Kurven. |
Einstieg
Auf der Straße von Geretsried nach Bad Tölz gibt es rechts an der Straße vor der Tattenkofener Brücke einen Parkplatz. Rechts neben der Brücke, wenn man von Geretsried kommt, führt ein sehr steiler Schotterpfad hinab zur Isar. Runter geht das mit dem Boot, hoch zu wird es nicht ganz so einfach sein (es gibt ein Schild, das man hernehmen kann, um einen Flaschenzug zu basteln).Unten am Ufer muss man bis zum Wasser 3m recht steile Felsblöcke überwinden. Runter zu ist das alles aber gut machbar.
Ausstieg
Man fährt unter der schon von weiten sichtbaren Marienbrücke hindurch. Der Bootsausstieg ist rechts hinter der Brücke, am Pfeiler davor hängt auch ein Schild. Auf der linken Seite ist die Floßlände hier darf man nicht anlanden.Rechts führt ein Pfad ca. 300m durch den Wald zum Parkplatz in Puppling beim Gasthaus Aujäger.
GPS
Fahrrad
Dynamische Kartenansicht (benötigt Javascript)20260704_IsarPupplingFahrrad.gpx (Download GPX-Datei)
Kanu
Dynamische Kartenansicht (benötigt Javascript)20260704_IsarPupplingKanu.gpx (Download GPX-Datei)
Shuttle
Am Parkplatz beim Aujäger kann man das Auto stehen lassen und von dort jenseits der Bundesstraße eine Seitenstraße über Tattenkofen zurück zur Tattenkofener Brücke radeln. Das ist eine ruhige Straße durch Auwälder und bayerische Postkarten-Landschaften.10.8km, 40min, 140Hm
Wegschreibung
Gleich nach dem Einstieg bei der Tattenkofener Brücke geht es rasant dahin und das bleibt im Grunde so bis zum Ausstieg. Kurze ruhige Passagen wechseln immer wieder ab mit kleineren Stromschnellen, bei jedoch geringen Gefälle. Die Schlüsselstelle war bei mir die zweite Stromschnelle nach der Tattenkofener Brücke. Eine schon ganz ordentliche Welle, nach meinen Empfinden näher an WW2 als an WW1. Danach mäandert der Fluß durch Auwälder, immer wieder hat es enge Kurven. Der Ausstieg am Ende ist schon von weiten zu sehen, so dass man sich gut darauf einstellen kann.
Charakter
Diese Beschreibung soll nur eine Hilfestellung zur Planung einer eigenen Unternehmung sein. Diese Beschreibung kann eigene Erfahrung, gute Ausrüstung und angemessene Bootsbeherrschung nicht ersetzen.Aktuelle Verhältnisse (z.B. Hochwasser) können eine Befahrung unmöglich machen.
Immer wieder hat es kleinere Stromschnellen, es gibt keine längeren Passagen mit ruhigen Wasser. Meistens hat man genügend Zeit, um sich eine gute Spur zu überlegen. Generell gibt es viele enge Kurven mit Prallwänden. Die größte Gefahr daher meiner Ansicht nach, dass man irgendwo drangedrückt wird. Es hat viele große Steine knapp unter dem Wasser, die man umschiffen sollte.
Ich bin bei einem Pegel von 20 Kubikmeter/s in Puppling gepaddelt und fand das so sehr schön und angenehm. Das ist dann eher sehr niedriges Wasser
Man fährt zwar durch Wälder, aber hinten denen liegen Geretsried und Wolfratshausen, also doch recht große Ortschaften. D.h. bei schönen Wetter sind die Kiesstrände gut von Badenden besucht und man muss aufpassen, dass man keinen Schwimmer nach den Kurven "überrollt".
Hinsichtlich Befahrungsregeln informiere man sich z.B. bei www.kanu-bayern.de
Isarflimmern
Hab mich ja schon gefragt, was soll das eigentlich sein, dieses vielbesungene Isarflimmern? Jetzt weiß ich es, die vielen kleinen Wellen auf der Isar, wenn die brechen, erzeugt das auf den
Wellenkämmen ein Glitzern in der Sonne, ein Flimmern eben.
Die Isar ist ja zwischen Tölz und München schon noch recht nahe am ursprünglichen Zustand, ein Wildfluß oder zumindest fast. Das Gefälle ist zwar nicht recht stark, aber doch vorhanden und so geht
es immer zügig dahin. Viele enge Kurven und immer wieder kleinere Stromschnellen, die man von weitem hört. Das Geräusch empfinde ich ja immer als furchterregend, zu oft gekentert im Kajakkurs. Auch
dieses Mal erwischte es mich, wenn auch ziemlich dämlich. Ich übersah den einzigen großen Stein in einer sonst ruhigen Passage und der Kontakt warf mich dann um.
Darf ich schreiben, an diesem Tag war die Fahrt zwischen Geretsried und Wolfratshausen eine "Schwanzparade"? Den schönen Tag nutzten viele zum Ausflug an die Kiesbänke der Isar. Aber warum meinen
dann v.a. die alten Herrschaften mit dicken Bäuchen ihr Gemächt in die Landschaft halten zu müssen? Verstehe ich nicht. Nahtlose Sonnenbräune hilft bei den deformierten Körpern auch nix mehr.
Augen gerade aus, genug schöne Natur hatte es ja auch reichlich, bzw. die meiste Zeit wollte ich mich eh darauf konzentrieren, wie ich die nächste enge Kurve schneidig hinbekomme.
Stephan unterwegs am 04.07.2026
Alle Texte und Bilder so nicht anders vermerkt von Stephan Rankl
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