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Heimgarten - Herzogstand - www.sirdar.de

Heimgarten (1790m)
Herzogstand (1731m)
Gratüberschreitung Bayerische Voralpen Wandern, T4 Tour 521, am 06.01.2014 ✔ Tour 810, am 31.12.2025 ✔

Auch im Winter bei guten Verhältnissen beliebte Gratüberschreitung

Fakten
Ausgangspunkt:Herzogstandbahn Talstation, Walchensee (804m)
Höhenmeter:1300 Hm
Zeit / Strecke:8h, 15.4km
Markierung:Ausreichend
Anforderung:Grat stellenweise mit Drahtseilen gesichert
Besonderheit:Bei wenig Schnee gut im Winter machbar

GPS

Dynamische Kartenansicht (benötigt Javascript)
20251231_Heimgarten.gpx (Download GPX-Datei)

Ausgangspunkt

Talstation Herzogstandbahn (804m), gebührenpflichtiger Parkplatz
Navi: Walchensee, Am Tanneneck

Stützpunkt

Heimgartenhütte (1770m), im Winter normalerweise nicht bewirtschaftet
Herzogstandhäuser (1575m), ganzjährig bewirtschaftet

Route

Der Weg ist nicht zu verfehlen, da mitunter auf den Schildern sogar angegeben ist, zu welchem Ziel der jeweilige Pfad gerade nicht führt.
Links der Talstation ist der Trailhead zum Heimgarten. Nachdem es lange bergauf geht, durchschreitet man eine Mulde und nimmt schließlich den eigentlichen Gipfel in Angriff. Die Hütte findet sich beinahe direkt am höchsten Punkt.
Der Verbindungsgrat zum Herzogstand ist von oben gut einzusehen und führt in direkter Linie hinüber. Zwischendurch kann man noch den Mittelgipfel (Schlehdorfer Kreuz, 1640m) mitnehmen. Dahinter in Richtung Herzogstand wird es etwas ausgesetzter, Drahtseile versichern den Weg.
Vom Pavillon am Herzogstand ist der Weg zu den Herzogstandhäusern wahrlich nicht zu übersehen. Hinter der Hütte geht es steil und direkt hinab zum Parkplatz an der Talstation. Man kommt in der Nähe der Straße raus.

Charakter

Die An- und Abstiege zum Herzogstand und Heimgarten stellen kein Problem dar und dürften auch im Winter bei wenig Schnee die meiste Zeit gut eingespurt sein.
Der Verbindungsgrat ist bei guten Verhältnissen mit nicht zu viel Schnee im Winter einfach zu begehen, solange man trittsicher und schwindelfrei ist. Der Grat ist auch im Winter sehr beliebt. Von daher dürfte bei schönem Wetter und so lange keine gewaltigen Schneemassen den Grat verdecken, meist eine Spur vorhanden sein.
Grödel oder gar Steigeisen für den eisigen Untergrund sind im Winter auf alle Fälle keine schlechte Idee. Durch die vielen Begehungen kann es schnell rutschig werden.

Karte

Digitale Karte www.openstreetmap.org
Kompass-Karte Nr. 6 "Walchensee", 1:50000

Weitere Infos

www.tourentipp.com


Tour 521: Promenade

Schnee = Mangelware. Von daher war die Überschreitung vom Heimgarten zum Herzogstand Anfang Januar eine zukunftsweisende Tour. Schön war dieser Klassiker auf alle Fälle, nur die Idee, dass bei der Schneelage die Tour gut gehen könnte, hatten noch viele andere.
Dementsprechend war die Sache gut eingespurt. Wir starteten an der Talstation der Herzogstandbahn, bis zum Heimgarten zieht es sich ein wenig, auch wenn es immer wieder schöne Ausblicke auf den Walchensee gibt. Dass es direkt unter dem Gipfel des Heimgarten eine Hütte gibt, wußte ich bis dato auch nicht. Für den Hüttenwirt hätte es sich an diesem Tag durchaus rentiert aufzumachen. Am Heimgarten war noch nicht soviel los, doch drüben am Herzogstand wurde es bereits eng. Fast logisch, dass man bei soviel Betrieb auch bekannte Gesichter sieht. Wenn man sich schon nicht im Tal trifft ...
Vom Heimgarten liegt der ganze Verbindungsgrat zum Herzogstand schön vor einem. Mit der Schneeauflage und im eingespurten Zustand dürfte er leichter zu begehen sein, als im Sommer. Über Wurzeln stolpert man zumindest nicht. Der eigentlich gemütlich zu begehende Grat bietet vor allem großes Panorama. Besonders wenn die Fernsicht stimmt, dann liegen sie da, die ganzen Voralpen-Seen.
Vor einiger Zeit gab es bzgl. des Mittelgipfels zwischen Heimgarten und Herzogstand einen ziemlich legendären Artikel in der DAV-Zeitschrift "Panorama", da dieser doch namenlos zu sein scheint. Jedenfalls steht ein Kreuz da oben, jedoch auch ohne genaue Namensbezeichnung. Von daher kann ich dazu jetzt auch nicht mehr beitragen (Nachtrag 2025: "Schlehdorfer Kreuz").
Unter dem Herzogstand wird es dann doch noch etwas ausgesetzter, bevor wir uns am Pavillon in die Massen einreihten. Da hätte man eigentlich eine Fotoserie machen sollen, mit was für Schuhwerk die Leute so unterwegs waren. Halb- bis Expeditonsschuh, alles dabei.
Der Weg runter ist dann nicht mehr so spannend und wir hätten beinahe doch noch unsere Steigeisen auspacken müssen. Es war rutschig.

Stephan unterwegs mit Betty am 06.01.2014

Tour 810: Wo issa denn?

Ja, wo issa denn?
Mei, da issa!
Ja fein, macht a des.
Da issa ja der Winter.

Eine kurzfristig anberaumte Tour, bei der wir vom Simetsberg über Chiembauer Hochplatte schließlich am Heimgarten landeten. Soweit die Planung. Ursprünglich wollten wir auch nur zum Heimgarten, aber da oben lacht einem der Grat zum Herzogstand schon unwiderstehlich an, da kann man nicht widerstehen.
Es war eisig kalt und teilweise war der Weg auch richtig glatt. Aber oben lag dann tatsächlich Schnee und die Bäume und Latschen sahen mit Eispanzer fantastisch aus. Die Gratüberschreitung ist an sich nicht weiter schwer, mit viel Schnee mag das sicherlich anders aussehen. Aber so kommt man speziell mit Grödel vermutlich im Winter schneller rüber, als im Sommer.
Dank OSM wäre jetzt auch aufgeklärt, wie der Gipfel mittig im Grat heißt: Schlehdorfer Kreuz. Am Herzogstand konnten wir auch einen Kolkraben sichten. Rundherum mit den ganzen Seen, Karwendel, Wetterstein und Alpenvorland lässt die Aussicht sowieso keine Wünsche offen.
Der Weg runter vom Herzogstand zieht sich dann aber ein wenig. Daran hat sich nix geändert.

Übrigens die Herzogstandhäuser dienten einst König Ludwig II. als Weltenflucht. Davon hatte er ja einige ...

Stephan unterwegs mit Betty und Flo am 31.12.2025


Bilder 2014


Bilder 2025


Alle Texte und Bilder so nicht anders vermerkt von Stephan Rankl



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