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Steinplatte - s'Schuasta Gangl - www.sirdar.de

Steinplatte (1869m) s'Schuasta Gangl Chiemgauer Alpen Klettersteig, D Tour 789, am 11.05.2025 ✔

Steiler Klettersteig an den Südwänden der Waidringer Steinplatte

Fakten
Ausgangspunkt:Höhenstraße Steinplatte (1380m)
Höhenmeter:500Hm
Zeit / Strecke:4h, 8.5km
Markierung:Ausreichend
Anforderung:Klettersteig mit luftigen und abdrängenden Passagen.
Besonderheit:Eindrucksvolle Lage in den Südwänden der Steinplatte.

GPS

Dynamische Kartenansicht (benötigt Javascript)
20250511_Schuastagangl.gpx (Download GPX-Datei)

Ausgangspunkt

Höhenstraße Steinplatte (1380m)
Entweder mit Gondel von Waidring hoch, oder auf der Mautstraße bis zum Parkplatz Steinplatte ganz oben (12 Euro, 2025).
Navi: Waidring, Höhenstraße Steinplatte

Stützpunkt

Touristisch gut erschlossener Berg mit mehr als ausreichend Einkehrmöglichkeiten.

Route

Zustieg

Man parkt am Ende der Mautstraße, von dort bis zur Stalleralm laufen. Hier nun rechts auf den Wanderweg (Forststraße) Richtung Wemeteigenalm. Am Anfang ist der Klettersteig nicht ausgeschildert, dort wo man vom Hauptweg auf einem Steiglein links hoch muss, ist jedoch auf einem Schild auch der Klettersteig vermerkt.
Nun sehr steil hoch bis zum Wandfuß, dann noch kurz rechts halten. Der Steig beginnt in einer Scharte.

s'Schuasta Gangl

Zunächst eine Verschneidung hoch, dann geht es tief in einen Riß hinein. Oberhalb dann leichter rechtshaltend, schließlich Querung über eine Platte. Bei einem Felsturm kann man leicht gerade hoch, die schwierige Variante führt rechts einmal um den Turm herum. Die sollte man unbedingt mitnehmen, die Variante ist jedoch sehr luftig. Nach der Umrundung des Turms führt wieder nur eine Spur weiter nach oben, es wartet nochmal sehr steiles Gelände.
Vom Ausstieg des Klettersteigs nur noch wenige Meter Aufstieg bis zum Gipfelkreuz.

Abstieg über Gamssteig

Vom Gipfel hinab zum ersten Speichersee und weiter zur Bergstation der Gondel. Schön ist es, von hier noch den Gamssteig mitzunehmen. Der ist als Zustieg für Kletterer von der Gondel gedacht. Dazu links vor zur Abbruchkante mit Aussichtsplatform. Nun rechts einige Meter entlang. Hinter der 2. Plattform zweigt links recht unvermittelt der Gamssteig ab (Schild). Gleich am Anfang geht es sehr steil auf ein Band hinab (Klettersteig B).
Auf dem Band direkt an der Wand entlang auf nahezu gleichbleibender Höhe bleibend. Nun ohne Sicherung und teilweise rechts ausgesetzt. Schließlich erreicht man die vom Aufstieg bekannte Abzweigung zum Schuasta Gangl. Auf bekannten Weg zurück zum Parkplatz.

Charakter

Ein nicht allzu langer Klettersteig, trotzdem sehr anstrengend, es gibt eigentlich kaum Verschnaufpausen. Die Variante um einen Felsturm ist sehr luftig und geht ordentlich auf die Arme, da man sich nach außen gelehnt an einem Drahtseil entlang hangeln muss und das sehr lange.

Karte

Digitale Karte www.openstreetmap.org

Weitere Infos

www.bergsteigen.com


Mehr Klimmzüge machen

Der Anstieg zur Südwand der Steinplatte ist zwar kurz, dafür aber umso steiler, also durchaus anstrengend. Das Schuasta Gangl macht auch keine Gefangenen, es geht zackig los und leichter wird es eigentlich nicht mehr. Im Mittelteil wurde eine schwierige Variante um einen Felsturm installiert, die ist schon das Highlight. Sehr luftig und aussichtsreich und natürlich sehr fotogen.
Danach geht es nochmal sehr steil weiter, angeblich die Schlüsselstelle. Gut hier muss man tatsächlich auch ohne Eisenklammern gute Tritte im Fels finden. Ich fand die Querung um den Felsturm herum jedoch schwieriger, weil anstrengender. Der Steig ist schon sehr luftig und aussichtsreich, man ist im Reich der Kletterer unterwegs, es kreuzen auch ein paar Klettertouren.
Oben hat man Aussicht auf die Loferer, den Hauptkamm mit Glockner und Venediger, sowie den Kaiser. Wir warteten, dass sich die Wolke mal von der Sonne verziehen möge, tat sie aber nicht und so war es frostig. Beim Abstieg machten wir dann noch den Gamssteig mit. Der dient als direkter Zustieg für Kletterer von der Seilbahn. Gleich am Anfang ist der Abstieg auf ein Band zwar durchgehend gesichert, aber schon sehr steil. Danach quert man nochmal sehr schön unterhalb der Südwand entlang und kann den Kletterern an den diversen Einstiegen bei der Arbeit zusehen.

Stephan unterwegs mit Betty und Fabi am 11.05.2025



Alle Texte und Bilder so nicht anders vermerkt von Stephan Rankl



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