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Die ganz große Aussicht auf den Aletschgletscher bei einer schönen Gratüberschreitung.
| Fakten | |
|---|---|
| Ausgangspunkt: | Bergstation Fiescheralp (2200m) |
| Höhenmeter: | 650Hm |
| Zeit / Strecke: | 6h, 7km |
| Markierung: | Bestens |
| Anforderung: | Blockkletterei am Bettmergrat, wahlweise Klettersteig unter dem Eggishorn |
| Besonderheit: | Der große Aletschgletscher liegt einem zu Füßen |
Ausgangspunkt
Auffahrt mit Seilbahn von Fiesch zur Fiescheralp (2200m)
Stützpunkt
Auf der Fiescheralp und weiter oben an den Bergstationen ist für Verpflegung gesorgt.
Route
Von der Fiescheralp markierter Weg zur Bergstation der Seilbahn von der Bettmeralp zum Bettmerhorn. Rechts hinter der Bergstation beginnt der Steig über den Bettmergrat zum Eggishorn. Nach dem Anstieg zum Bettmerhorn bleibt man dabei immer in Gratnähe. Es gibt einiges an auf und ab.Vor der Seilbahn-Station Eggishorn geht es ziemlich weit hinab in einen Sattel, bevor der Gegenanstieg erfolgt. Der Abzweig zum Eggishorn-Klettersteig rechts ist ca. auf halber Höhe beim Anstieg zum Eggishorn und etwas unscheinbar. Eine große Tafel mit einer Art Ampel weist auf den Einstieg hin. Der Kletterstieg quert zunächst unterhalb der Bergstation der Eggishorn-Bahn entlang, bevor es dann über viele Eisenbügel aufwärts geht. Der Ausstieg ist direkt bei der Bergstation.
Der Gipfel des Eggishorn ist auf einfachen Steig in ca. einer halben Stunde zu erreichen. Das Fiescherhorli ist gleich über der alten Bergstation in unmittelbarer Nähe.
Abstieg auf bezeichneten Weg zu den div. Seilbahnen oder Abfahrt mit Seilbahn.
Charakter
Der Weg über den Bettmergrat ist noch kein richtiger Klettersteig, auch wenn es viele Sicherungen hat. Es hat viel Blockgelände und man muss auch viel ohne Sicherung klettern (1-2). Aufgrund der Seilbahnnähe ist viel los.Der Eggishorn-Klettersteig hat viele luftige Querungen auf Stiften. Klettersteigausrüstung ist zwingend. Die erste Brücke ist eine Bastellösung mit Aluleitern aus dem Baumarkt. Die zweite Seilbrücke kann man umgehen, erfordert sonst beim Überqueren das Balancieren auf einem Drahtseil, kleine Personen haben aufgrund der hochgespannten Halteseile einen Nachteil.
Über uns die Geier
Endlich wieder im Wallis, bzw. Berner Oberland. Wir fuhren mit der Seilbahn hoch zur Fiescheralp und gleich von Anfang an hat man schon mal das Weisshorn im Blick. Das wird noch
besser, die ganzen ehemaligen unerfüllten und erledigten Traumziele kommen wieder in Sicht.
Zuerst querten wir rüber zur Bergstation der Seilbahn hoch zum Bettmerhorn, ab hier wurde es dann voller, aber für so eine Tour war trotzdem insgesamt noch wenig los.
Es geht ab der Seilbahn steil hoch zum Bettmerhorn und dann liegt er unter einem, der Aletschgletscher. Immer noch sehr groß. Der Blick reicht über die ganzen 4000er des Berner
Oberlands. Gleich gegenüber das Aletschhorn, hier ist das Abschmelzen der Gletscher aber doch schon recht fortgeschritten. Das werde ich noch erleben, dass der Berg gletscherfrei
machbar wird.
Das Beste, die Aussicht auf die große Gletscherwelt bleibt den ganzen Tag so. Aussichtsmäßig ist der Bettmergrat wahrlich erste Liga. Das wurde noch besser, als auch noch
ziemlich nah drei Bartgeier über uns kreisten, die noch nicht allzu lange her im Gebiet wieder ausgewildert wurden.
Wie es Grattouren so an sich haben, aufgrund der vielen auf und abs zieht sich das immer. So auch am Bettmergrat. Es folgt eine doch recht tiefe Scharte vor dem Eggishorn. Auf
halber Höhe des Gegenanstiegs geht dann der Klettersteig los. Am Einstieg steht dann tatsächlich eine Ampel, die anzeigt, ob der Klettersteig grad offen ist, oder nicht. Die
Ampel leuchtete grün, also los. Zunächst kommt eine luftige Querung auf unzähligen Stiften, unterbrochen durch eine Seilbrücke aus dem Baumarkt. Da wurden einfach Aluleitern aus
dem Baumarkt zusammengeschraubt, da gelenkig, bringt das auch einen Wippeffekt zwischen den Leitern mit sich.
Die zweite Brücke ist dann schon professioneller, man muss auf einem Drahtseil gestützt mit zwei Halteseilen rüberbalancieren. Da ist man durchaus gefordert, diese Brücke lässt
sich aber auch einfach umgehen. Danach geht es schier endlos an Stahlbügeln hoch, bevor man direkt unter der Seilbahnstation rauskommt.
Oben wartet dann wieder dieser Hammerblick auf den Aletschgletscher. Für das Eggishorn war es nun zu spät, wir wollten mit der Seilbahn noch runterfahren. Ich nahm noch das
Fiescherhörli mit. Eine rundherum sehr eindrucksvolle Tour, kann ich nur empfehlen. Hochtourenfeeling ohne Steigeisen, Pickel und Spaltengefahr.
Stephan unterwegs mit Betty, Jana und Fabian am 06.09.2025
Alle Texte und Bilder so nicht anders vermerkt von Stephan Rankl
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