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Hochkranz - www.sirdar.de

Hochkranz (1953m) Ostgrat Berchtesgadener Alpen Klettern, 2+ Tour 817, am 26.04.2026 ✔

Luftige Kraxelei auf einen recht alleinstehenden Berg mit Breitwand-Panorama nach allen Seiten.

Fakten
Ausgangspunkt:Wanderparkplatz Pürzlbach (1080m)
Zustieg:700 Hm, 5.5km, 2h
Route:1h, 100 Hm
Abstieg:Südflanke, Klettersteig '(B)
Fels:Kalk, überraschend solide
Ausrichtung:Ost
Besonderheit:Gut gesichert, kann aber gut ohne Seil gemacht werden

GPS

Dynamische Kartenansicht (benötigt Javascript)
20260426_Hochkranz.gpx (Download GPX-Datei)

Ausgangspunkt

Weißbach bei Lofer, Wanderparkplatz Pürzlbach (1080m).
Von Weißbach bei Lofer fährt man eine steile Bergstraße hoch Richtung Hintertal und schließlich rechts hoch nach Pürzlbach. Der Wanderparkplatz zur Kallbrunnalm ist ausgeschildert. Der Parkplatz findet sich am obersten Ende von Pürzlbach.
Navi: Weißbach bei Lofer, Pürzlbach

Stützpunkt

Jausenstation Kallbrunnalm
www.kallbrunnalm.de

Topo als PDF

Topo Hochkranz Ostgrat (PDF)

Route

Zustieg

Vom obersten Parkplatz in Pürzlbach startet man zur Kallbrunnalm. So ziemlich bei den obersten Häusern führt ein beschilderter Steig links hoch, über eine steile Grasflanke zum Hochkranz. Es geht über eine Kuppe hinweg und man läuft direkt auf den Ostgrat zu. Davor steht auch ein Schild, welches die Abzweigung zwischen Normalweg und Ostgrat anzeigt. 2h.

Route

Am Ostgrat führen zunächst Steigspuren hoch zum Felsen. Hier zunächst nach links raus queren und dann auf auf den ersten Block. Nun gerade direkt am doch recht schmalen Grat entlang. Am Ende ein Block, den man abklettern muss. Dahinter gleich die Schlüsselstelle, eine Platte mit Riss links daneben. Hier ist für ca. 2m ein Drahtseil angebracht, an dem man sich auch gut sichern kann.
Darüber folgen immer ebene Passagen auf dem Grat und Aufschwünge, die man direkt über Blöcke erklettert. Steigspuren sind immer gut zu erkennen, auch die Bohrhaken geben Hinweise auf die übliche Route.
Bei einem steileren Block muss man offensichtlich nach rechts auf ein Band in die Nordseite und Schließlich 2m über eine Platte hinweg schleichen. Es hat aber gute Tritte. Darüber wieder eine gerade Passage und ein letzter Aufschwung. Dann geht es durch Latschen zum Gipfel, sehr bald trifft man auch auf die Markierungen für den Normalweg, der als Abstieg an sich sehr schön ist.

Abstieg

Der Abstieg führt zunächst steil durch eine Latschengasse die Südflanke hinab (alles markiert). Nach einer kleinen Ebene führt eine Klettersteigpassage (B) unter die Südwand. Hier quert man darunter entlang und hat dann ca. 100m Gegenanstieg hoch zum bekannten Abzweig vor dem Ostgrat. Bei Nässe kann der Abstieg über die Südflanke etwas heikel / rutschig sein.

Charakter

Ausrichtung Ost, Gratkletterei mit viel Gehgelände, wird wohl meistens ohne Seil gemacht. Dient auch als gern genommener Abstiegsweg. Die Route ist doch sehr exponiert, ein Sturz hätte fatale Folgen. Für eine Tour mit so leichten Schwierigkeitsgrad ist sie mit erstaunlich vielen Bohrhaken ausgerüstet, perfekt platziert noch dazu. Neben der Schlüsselstelle wurde ein ca. 2m langes Drahtseil angebracht, hier kann man sich auch gut selber sichern.
Der Südgrat ist sehr steil und wird bei Nässe sehr rutschig sein. Eine lange Passage ist mit Drahtseil gesichert und für sich ein schöner Klettersteig.

Karte

Digitale Karte www.openstreetmap.org

Weitere Infos

www.outdooractive.com


Lauter Bekannte

Sehr warm und sonnig, beste Bedingungen also, um in die Klettersaison zu starten. Wir hatten alles an Ausrüstung dabei, um die Route über den Ostgrat auf den Hochkranz auch sichern zu können. Letztendlich sind wir aber doch seilfrei hochgestiegen. An der Schlüsselstelle kann man sich am dort angebrachten kurzen Drahtseil gut selber sichern.
Viel los war nicht, zur Kallbrunnalm führt erstmal ein Forstweg. An sich voll fahrradtauglich, aber offiziell dafür gesperrt. Nach der Alm geht es einen steilen Grasrücken hoch, dann hat man den Ostgrat des Hochkranz im Profil vor sich.
Eben ein Fahrradfahrer kam uns dann mit Fahrradschuhen vom Ostgrat runter entgegen. Das bewog uns, das Seil dann doch im Rucksack zu lassen. Wobei der Ostgrat schon gut eingerichtet ist, mit gut platzierten Bohrhaken. Die Kletterei ist dann sehr anregend, da doch recht luftig und interessanten Kletterstellen, aber halt tatsächlich nur ein IIer. Es geht of eben am Grat entlang und immer wieder kommen Stufen, so 2-4m hoch, die es dann zu überwinden gilt. Die beste Möglichkeit dazu ist meist offensichtlich. Gefährlichste Stelle ist eine Platte in der Nordseite, wo man doch recht böse abrutschen könnte.
Oben trifft man dann auf die Markierungen des Normalweges und wenig später steht man dann oben. Die ganzen wunderbaren Berge rundherum kennt man eigentlich alle, aber mit dem Erkennen ist es schwierig, weil als Münchner kommt man halt meist auch über die Nordseite auf diese Berge. Da wäre z.B. der Dießbach-Stausee, mit dem Großen Hundstod darüber. Die Querung unter der Westwand bei der Großen Reibn lässt sich gut ausmachen. Der Blick ins Steinerne Meer ist auch gewaltig. Zur anderen Seite die Berge der Reiter Alpe, insbesondere ein alter Bekannter, das Große Grundübelhorn, wo ich erste Erfahrungen mit Klettern und Biwakieren machte konnte. Damals, vor Jahrzehnten. Im Nahbereich natürlich Loferer und Leoganger Steinberge.
Wir stiegen den Normalweg über die Südflanke ab. In diversen Beschreibungen wird davor ja eher abgeraten, um stattdessen den Ostgrat wieder abzuklettern. Ich fand den Klettersteig aber durch die Südflanke auch für sich alleine gesehen, auch eine sehr schöne Tour.

Stephan unterwegs mit Betty am 26.04.2026



Alle Texte und Bilder so nicht anders vermerkt von Stephan Rankl



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