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Plaisir-Tour gleich über dem Gimpelhaus in den Tannheimern
| Fakten | |
|---|---|
| Ausgangspunkt: | Nesselwängle (1150m) |
| Zustieg: | 1.5h, 650Hm |
| Route: | 2h, 7SL, 4+ |
| Gesamt: | 7h, 8.8km, 750Hm |
| Abstieg: | Abseilpiste oder Steig ins Gimpelkar |
| Fels: | Kalk |
| Ausrichtung: | Süd |
| Besonderheit: | Moderne Route, komplett mit Bohrhaken ausgestattet |
Ausgangspunkt
Nesselwängle (1150m), Talstation Krinnenalplift, gebührenpflichtiger Parkplatz
Stützpunkt
Gimpelhaus (1659m): www.gimpelhaus.atTannheimer Hütte (1713m): www.dav-kempten.de/huetten/tannheimer-huette
Zustieg
Vom Parkplatz geht es jenseits der Straße zuerst Richtung Ortszentrum Nesselwängle, oberhalb vom Ort führt dann bald der beschilderte Weg hoch zum Gimpelhaus. Das sehr steil und in einer Stunde ist man dort.Über dem Gimpelhaus den Weg ins Gimpelkar folgen. Nach einer Querung kommt man langsam aus den Wald in freies Gelände. Bei einem Felsblock rechts am Weg, hat man links einen sehr gut Blick auf den Hochwiesler-Ostsporn. Hier durch die Wiese auf nur schwach erkennbaren Pfad zum Wandfuß queren und zu diesem aufsteigen. Ganz links wird man die Rinne finden, durch welche die Abseilpiste führt. Hier hängt auch eine Gedenkplatte. Rechts davon, mit plattigen Einstieg und einem Klebehaken am Einstieg findet sich der „Hüttengrat“.
1.5h Zustieg vom Parkplatz.
Route
Hochwiesler-Ostsporn, "Hüttengrat", 4+, 7 SL (Peter Schwarzmann, 2005)Routenbeschreibung mit Zustieg (Topo) als PDF: topo_huettengrat.pdf

Absolut schön
Endlich hat auch 2026 noch eine alpine Klettertour geklappt. Es sollte etwas kurzes sein, vom Indien-Flug nach Hause hatten wir uns beide einen Virus eingefangen und waren
noch nicht richtig fit. Letzlich wurden es doch insgesamt 7h, mit allen Drum und Dran, also Pausen inklusive.
Die Tannheimer, speziell die Berge rund um das Gimpelkar sind ja schon ein ganz besonders schönes Stück Alpen. Auch und gerade, weil es eine wunderbare Outdoor-Arena ist. Hier
finden alle Bergsportler jeglicher Couleur ein reiches Betätigungsfeld. Dementsprechend ist auf dem Weg hoch von Nesselwängle zum Gimpelhaus immer viel los. Oben verteilt es
sich dann aber immer ganz gut. Wir hatten nur eine Dreierseilschaft vor uns, sonst nix und so wurde es eine absolut stressfreie alpine Klettertour.
Der Hüttengrat ist ja schon so was wie ein moderner Klassiker, der sehr oft gemacht wird. Zu recht darf man sagen. Die Kletterei ist absolut schön, eine homogene Route auf
logischer Linie mit schönen Einzelstellen. Aber halt nie zu schwierig und gut mit Bohrhaken gesichert. Dazu luftig und tolle Aussicht. Oben wird es etwas brüchig, das ist aber
der einzige Schönheitsfehler.
Am Ausstieg kann man abseilen, aber warum. Man kann den Grat zum Gipfel des Ostsporns weiterklettern, was schwieriger aussieht, als es letztlich ist. Wir machten das am
laufenden Seil, es hat sogar zwei Bohrhaken zum Zwischensichern. Oben erreicht man eine grasige Kuppe und ich behaupte mal, einen schöneren Platz wird man in den Tannheimern
schwerlich finden. Man steht inmitten einer Felsarena mit der aus dieser Ansicht gewaltigen Gimpel-Südwand im Zentrum. Ringsherum die große weite Bergwelt und dem Haldensee
unten im Tal.
Danach ist der Weg runter ins Gimpelkar sehr einfach und man ist schnell auf einer der beiden Hütten.
Stephan unterwegs mit Betty am 12.09.2026
Alle Texte und Bilder so nicht anders vermerkt von Stephan Rankl
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