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Jochberg Nordwand, Eisklettern - www.sirdar.de
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Jochberg Nordwand BayerischeVoralpen Eisklettern, WI 3 Tour 3, am 11.03.2004 ✔

Winterklassiker über dem Kochelsee

Fakten
Ausgangspunkt:Parkplatz am Jochberg (800m)
Zustieg:1h
Routen:Mehrere Routenmöglichkeiten
Ausrichtung:Nord
Charakter:Mixed Mehrseillängen
Abstieg:Abseilen oder über dem Gipfel aussteigen

Ausgangspunkt

Parkplatz am Jochberg (800m).
Von Kochel in Richtung Walchensee fahren. Rechts vor der letzten Serpentine eine kleine Parkbucht mit Bushaltestelle, hier befindet sich der Ausgangspunkt. Man kann hier von der Straße recht gut die Nordwand des Jochbergs einsehen.

Stützpunkt

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Zugang

Links neben einer Rinne hoch zur Wand. Dort ziehen mehrere eisgefüllte Rinnen durch die Wand. Von rechts nach links nimmt der Schwierigkeitsgrad zu.

Routen

Wir haben die zweite Rinne von rechts so weit es ging gemacht (WI 3).

Topos

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Charakter

Unbedingt Lawinensituation beachten. Nach Neuschneefällen sehr gefährlich.

Karte

Digitale Karte www.openstreetmap.org


Kompass-Karte Nr. 6, "Walchensee, Wallgau - Krün", 1:50000

Weitere Infos

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Premiere am Jochberg

So geschah es, dass ich auch mal die legendäre Jochberg-Nordwand begutachten konnte. In der leichtesten Rinne ganz rechts war unten kein Eis mehr, also nahmen wir die zweite daneben. Die Lawinensituation war wohl nicht ganz entspannt, da aber der Eisfall schon abgefegt war, hofften wir, dass das Gröbste schon abgegangen war. Der Einstieg ist relativ human, danach mußten wir uns durch tiefen Schnee zur ersten ca. 6 m hohen Steilstufe vorkämpfen. Mit Vorstieg war zum Glück Jens an der Reihe. Danach folgte eine weniger steile Passage und erneutes Gewühle. Wir standen vor einer 3m hohen Felsmauer, der Eisfall war ausgerechnet hier abgebrochen (siehe Bild). Im leicht überhängenden Fels steckten Bohrhaken. Was folgte, dürfte so ziemlich meine gewagteste Vorstiegsaktion bis dato gewesen sein. Den Bohrhaken unter der Abbruchkante konnte ich ausgestreckt mit dem Eisgerät erwischen, mich hochziehen und schon mal eine Expresse einhängen. Danach zog ich mich am Seil hoch. Der Übergang wieder ins Eis war alles andere als einfach. Irgendwie kam ich trotzdem über die Kante hinweg, vor mir erneut eine steile Eispassage. Also Eisschraube setzen. Meine Nerven waren mittlerweile ziemlich angespannt. Umso erleichterter war ich, als endlich das Seil in der Expresse hing. Tja, aber wie immer in solchen Situtation kommt eines zum anderen, kaum bin ich über der Expresse, seh ich, ich hab das Seil mit einer Schlaufe eingehängt. Also Seil noch mal aushängen und wieder hoch. Dann war auch dies überstanden. Jens kam auch nach. Nur war der Weiterweg nun vollkommen eisfrei, so dass wir uns entschlossen, abzuseilen.

Stephan unterwegs mit Jens L. am 11.03.2004



Alle Texte und Bilder so nicht anders vermerkt von Stephan Rankl



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