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Kaiserdurchquerung von West nach Ost von Kufstein - St. Johann in Tirol
- Tag 1: Kufstein - Duxer Köpfl - Hinterbärenbad
- Tag 2: Hinterbärenbad - Ellmauer Halt - Gaudeamushütte
- Tag 3: Gaudeamushütte - Kleines Törl - Fritz-Pflaum-Hütte
- Tag 3: Mitterkaiser
- Tag 4: Fritz-Pflaum-Hütte - Ackerlspitze - Maukspitze - Ackerlhütte
- Tag 5: Ackerlhütte - Schleierwasserfälle - St. Johann in Tirol
Wer diese Tour noch etwas ausbauen will, der schaue sich die Überschreitung der Hackenköpfe an: Tour 437
Diese Tour ist Teil eines größeres Projekts:
Übersicht "Fortgesetzt durch die Alpen"
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Aufstieg zur wildesten Ecke des Wilden Kaiser ins Griesenerkar mit der Fritz-Pflaum-Hütte.
| Fakten | |
|---|---|
| Ausgangspunkt: | Gaudeamushütte (1263m) |
| Höhenmeter: | 810Hm |
| Zeit / Strecke: | 6h, 5.2km |
| Markierung: | Sehr gut |
| Anforderung: | Gildensteig: ausgesetzter Bergsteig (I), Abstieg vom Kleinen Törl: Klettersteig B |
| Besonderheit: | Traumberge in Hülle und Fülle |
GPS
Dynamische Kartenansicht (benötigt Javascript)20260712_KleinesToerl.gpx (Download GPX-Datei)
Gesamt
Dynamische Kartenansicht (benötigt Javascript)Kaiserdurchquerung.gpx (Download GPX-Datei)
Ausgangspunkt
Gaudeamushütte (1263m)
Stützpunkt
Gaudeamushütte (1263m)www.dav-main-spessart.de/huetten/gaudeamus-huette
Fritz-Pflaum-Hütte (1860m)
Selbstversorgerhütte, zugänglich mit AV-Schlüssel nach Online-Reservierung
Sektion Bayerland, Fritz-Pflaum-Hütte
Wegschreibung
Von der Gaudeamushütte folgt man der Beschilderung rechts hoch zum Baumgartenköpfl, bzw. Kleinen Törl. Es geht einen steileren bewaldeten Hang hoch. Weiter oben splittet sich der Weg auf. Man kann gleich links der Beschilderung zur Wildererkanzel, bzw. dem Kleinen Törl folgen.Man erreicht schließlich den Gildensteig und folgt diesem links aufwärts. Die Wildererkanzel, ein Felsausguck, ist bald erreicht. Bald darauf eine weitere Kreuzung, es geht links am Grat weiter und bald ziemlich steil aufwärts zu einer Wandstufe. Über eine Schrofenrinne rechts gelangt man auf ein Bandsystem, welchen man unter den Südwänden von Regalmwand und Törlspitze nach links verfolgt. Zwischendrin findet sich ein Steilaufschwung in einer brüchigen Rinne, hier ist der Weg allerdings sehr gut angelegt und markiert. Am Ende wartet allerdings ein erdiges Stück, bevor man auf einem Seitengrat aussteigen kann. Eine weitere Querung nach links unter dem Kreuztörlturm, dann in leichter Kraxelei aufwärts ins Kleine Törl, einer Felsscharte.
Jenseits geht es durch Felsrinne steil bergab, hier hat es eine Drahtseilversicherung (Klettersteig, Grad C). Der Fels ist sehr plattig und feucht, über ein Klettersteigset samt Steinschlaghelm wird man in dieser Passage sehr froh sein. Nach dem Ende der Drahtseilstrecke muss man einen mittelsteilen Schrofenhang abklettern (max. I). Eher linkshaltend erreicht man flaches Gelände in einem Geröllfeld. Rechts am Kleinkaiser vorbei erreicht man sehr schnell die Fritz-Pflaum-Hütte.
Charakter
Der Gildensteig ist ein streckenweise ausgesetzter Bergsteig, der immer wieder kleine Kraxeleien aufweist. Vom Kleinen Törl abwärts Richtung Griesenerkar sind die ersten 100Hm ein Klettersteig mit Schwierigkeitsgrad C. Danach Kraxelei im Schrofengelände. Mindestens ein Steinschlaghelm ist auch auf dem Gildensteig zu empfehlen, den Abstieg vom Kleinen Törl würde ich aufgrund des glatten, plattigen Fels nur mit Klettersteigset machen.
Weitere Infos
-
Selbstversorger
Der dritte Tag meiner Durchquerung, ich spürte meine Knochen. Ziel war die Fritz-Pflaum-Hütte, eine Selbstversorgerhütte. Da ich nicht wußte, ob dort Wasser zu bekommen ist, war wieder
Wassermanagement angesagt und ich schleppte anfänglich 7l Wasser den Berg hoch, welches im schlimmsten Fall für 1.5 Tage hätte reichen müssen. Spoiler, auf der Fritz-Pflaum-Hütte wird Regenwasser
gesammelt. Muss man Abkochen, aber man wird nicht verdursten.
Den mir bestens bekannten Gildensteig ging es hoch zum Kleinen Törl. Der Weg wird doch recht steil und führt schließlich quasi am Wandfuß entlang der vielen Kletterwände in die kleine Scharte mit
dem Übergang zur Fritz-Pflaum-Hütte, die man auch bereits von oben im Griesenerkar erspähen kann.
Jenseits vom Kleinen Törl wieder runter nach Norden ins Griesenerkar ist dann doch deutlich sportlicher, als der Weg auf der anderen Seite hoch. Zum Glück gibt es Drahtseile und ich hatte ja mein
Klettersteigset dabei. Die ersten Meter führen in der glatten Verschneidung steil nach unten und das wäre ohne Set doch unangenehm geworden. Dann muss man noch ins Geröllkar abklettern und schließlich
um den Kleinkaiser herum zur Hütte wandern. Diese ist eine reine Selbstversorgerhütte der Sektion Bayerland. Es war rundherum trotzdem viel los, so dass ich mich zuerst gar nicht traute, den
Alpenvereinsschlüssel zu zücken, um die Hütte zu öffnen. Nachher meint noch jemand, ich sei der Hüttenwirt und jetzt gibt es endlich ein Weißbier.
Irgendwann war es doch soweit, eine gemütliche kleine Hütte mit reichlich Geschichte, perfekt ausgestattet, mit Wasser allerdings nur aus der Regentonne. Wir waren dann zu dritt auf der Hütte und
hatten somit reichlich Platz. An den Nordwänden des Kleinkaisers gibt es einen Klettergarten, der dann für mich überraschend gut besucht war. Der Zustieg ist ja nun nicht gerade der kürzeste.
Ansonsten gibt es rund um das Griesenerkar sehr viele prachtvolle Kletterwände. Die wurden aber alle, wenn überhaupt, erst recht spät erschlossen. Z.B. die Route "Daumen hoch" in der Nordwand des Daumens
von Adi Stocker 2023. Sind doch immer die gleichen Typen aktiv.
Stephan unterwegs am 12.07.2026
Alle Texte und Bilder so nicht anders vermerkt von Stephan Rankl
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