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Bis vor kurzen noch sehr abgelegenes Felsenkloster in Zanskar.
| Fakten | |
|---|---|
| Ausgangspunkt: | Purne Zeltcamp (3810m) |
| Höhenmeter: | 200 Hm |
| Zeit / Strecke: | 1.5h, 7km (einfach) |
| Markierung: | Man folgt der Zufahrtsstraße zum Kloster |
| Anforderung: | Keine Besonderen |
| Besonderheit: | "Atemberaubende" Lage. |
Ausgangspunkt
Purne Zeltcamp (3810m)
Einkehr
Am Ausgangspunkt oder am Eingang zum Kloster. Dort kann man auch übernachten.
Wegschreibung
Das Zeltcamp in Purne liegt direkt an der Straße nach Padum. Aus einem Seitental kommt der Fluß "Niri Tsarap Chu". Flußaufwärts gesehen am rechten Ufer wurde das Tal hoch eine Zufahtsstraße gebaut, welche mittlerweile noch viel weiter auch hinter das Felsenkloster das Tal hochführt. Am gegenüberliegenden Ufer führt auch noch der alte Fußweg zum Kloster, hoch oben in einer schottrigen Steilflanke. Dieser Weg dürfte zusehends verfallen.Die Straße zum Kloster von Purne aus war 2026 nur ein Schotterweg und führt durch eine eindrucksvolle Schlucht. Von daher ist der Weg zumindest in eine Richtung auch zu Fuß lohnend. Man folgt der Straße also flußaufwärts, bis sich nach einer Engstelle die Schlucht etwas weitet. Hier führt eine Fußgängerbrücke über den Fluß. Am jenseitigen Ufer folgt man einem steilen Steig die Flanke hoch bis zum Klostereingang. Zuerst hat es ein einfaches Gasthaus und eine Unterkunftsmöglichkeit. Noch etwas weiter voraus sieht man dann das eigentliche Kloster am Felsen kleben, zu dem man nun aufsteigt.
Charakter
Nicht sehr schwierige Wanderung. Zwar geht man einen Großteil auf der Zufahrtsstraße zum Kloster, das ist aber bis auf weiteres immer noch sehr schön. Man sollte halt nicht um die Mittagszeit unterwegs sein, wenn viele Besucher ankommen. In der Schlucht hat es nach Regenfällen öfters Felsrutsche.
Weitere Infos
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Einsiedelei
Stephan unterwegs mit Betty, Jana und Fabian am 13.08.2026
Morgens machten wir uns also vom Zeltcamp in Purne auf den Weg in ein Seitental zum Kloster Phukthar. Bis vor nicht allzu langer Zeit war das Kloster nur über einen Fußpfad
erreichbar und dazu kommt die Lage in einen der hintersten Winkel von Zanskar mit rundherum hohen Pässen. In all den Jahrhunderten haben also durchmarschierende Invasoren das
Kloster schlichtweg übersehen. Es entstand im 12. Jahrhundert als Einsiedelei in einer Halbhöhle hoch oben in einer Felswand.
Wir gingen auf der Zufahrtsstraße das Tal hinter, diese führt durch eine spektakuläre Schlucht mit beiderseits hohen Felswänden. Da es die Tag zuvor geregnet hatte, waren
auch prompt Felsrutsche abgegangen und die Straße teilweise verschüttet. Der Bagger war aber schon da. Frühmorgens mussten wir aber noch über die Felsen klettern.
Auf meiner Karte endete die Straße kurz vor dem Felsenkloster bei einer Fußgängerbrücke. Inzwischen führt die Straße noch viel weiter das Tal hoch. Wohin? Keine Ahnung, auf
meiner Karte ist da noch eine Trekkingtour vermerkt, die es so nun nicht mehr gibt.
Generell sahen wir die Tage viele neue, auf keinen Karten, auch nicht den digitalen OSM-Karten, vermerkte Schotterwege. Die Region entwickelt sich gerade rasant. Trekking-Routen
gehen verloren, aber ich vermute es entsteht hier gerade ein Paradies für Fahrradfahrer und in der Folge wohl auch für Tageswanderer und Bergsteiger.
Ursprünglich wurde das Kloster wie schon beschrieben in einer kleinen Höhle angelegt, im Laufe der Zeit kamen dann immer mehr Gebäude dazu und man ist immer noch am Bauen. Das ganze Ensemble sieht aus, als wäre es in den Fels geklebt. Versorgt wird das Kloster nachwievor mit Mullis von der Straße aus. Bei unserem Besuch herrsche viel Betrieb, man war am Renovieren. Die Wege im Kloster sind sehr steil und halsbrecherisch angelegt. Ich frage mich, wie viele Mönche hier im Laufe der Jahrhunderte wohl schon zu Tode gestürzt sind. Es gibt bestimmt auch eine gleiche Liste mit Touristen, da will ich mich aber nicht einreihen und halte mich fest, wo es gerade geht.
Im Kloster ist alles sehr verwinkelt und eng. Überall hat es kleine Tempel, uralte Schriften und Bilder. Die Bewohner helfen einem gerne und sind recht auskunftsfreudig.
Wir hatten vereinbart, dass uns Nawang abholt. Wegen des Felssturzes am Zufahrtsweg mussten wir aber doch weiter zurückmarschieren als gedacht. Auch die Hauptstraße auf dem
weiteren Weg nach Padum war von vielen Felsrutschen betroffen.
Ins Zentrum von Zanskar:
Auf nach Karsha
Alle Texte so nicht anders vermerkt von Stephan Rankl. Bilder: Familie Rankl.
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